Stipendien für die Oberstufe

Mit der 6. Klasse wird in Peru die Primarstufe abgeschlossen. Die SchülerInnen der Primarschule Urpi Wasi bewerben sich für einen Platz in einer der verschiedenen Sekundarschulen der Stadt. So werden die Schulkameraden durch ihre verschiedenen Wege oft getrennt.

Für die Kinder und ihre Familien ist der Wechsel in die Oberstufe ein schwieriger Schritt. Es ist generell schwer, einen freien Platz an einer Sekundarschule zu bekommen. Dazu kommen zusätzlich hohe Kosten für Schulgeld, Material und Uniform sowie die Umstellung, weil die Kinder nicht mehr den ganzen Tag betreut werden wie in der Tagesschule Urpi Wasi.

Urpi Wasi unterstützt die AbsolventInnen dabei, die obligatorische Schulzeit abschliessen und verhindert somit, dass die Kinder sich nicht bereits vorher in die Arbeitswelt begeben, um ihre Familien oder Mütter finanziell zu entlasten. Dank der grossartigen Unterstützung und dem Engagement einer Münchner Familie kann Urpi Wasi ein Stipendienprogramm für die Oberstufe anbieten. Das Stipendium deckt die Kosten für das Schulmaterial, die Schuluniform, das Schulgeld für die 5 Jahre der Sekundarschule sowie die Betreuung der SchülerInnen.

Der Erhalt des Stipendiums ist an Vorlagen gebunden. Durch ihre Bewerbung für das Stipendium soll das Verantwortungsgefühl der SchülerInnen gefördert werden. Durch das Stipendienprogramm ist es Urpi Wasi ausserdem möglich, einen engen Kontakt zu den SchülerInnen aufrecht zu erhalten und sie und ihre Eltern auch nach Abschluss der Schulzeit in Urpi Wasi weiter zu begleiten und unterstützen. Eine Angestellte ist für die Betreuung der ehemaligen PrimarschülerInnen zuständig und steht für Ratschläge und Hilfestellung zur Verfügung.

 

Kooperation mit Sekundarschule in Cusco

Seit dem Schuljahr 2016 steht Urpi Wasi in enger Zusammenarbeit mit einer ausgewählten staatlichen Sekundarschule. Durch die getroffene Vereinbarung verpflichtet sich die Schule, die SchülerInnen der 6. Primar des Urpi Wasi für die 5 Jahre Oberstufe aufzunehmen. So werden die Schulkameraden nicht mehr getrennt und weiter bis zu ihrer Berufsausbildung von Urpi Wasi begleitet, beraten und unterstützt. Als Gegenleistung stellt Urpi Wasi die Schulpsychologin einige Stunden pro Woche für die Sekundarschule frei.